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Verstärkte Nutzung der Biomassepotenziale landwirtschaftlicher Nebenprodukte zur Steigerung der Wertschöpfung
Dieses Ziel beinhaltet direkte und indirekte Effekte und Ketten für die Wertschöpfung. Die direkte Wertschöpfungskette beginnt beim landwirtschaftlichen Unternehmen, das die eigenen Energiepotenziale in reales Einkommen umwandelt; sie setzt sich unter Umständen fort über Logistikleistungen (Transport und/oder Lagerung von Biomasse) innerhalb oder außerhalb der Region und endet beim aufnehmenden Unternehmen, das dann wiederum den Energie- und/oder Nährwert der Biomasse wirtschaftlich verwendet. Ein wesentliches Merkmal dieses Prozesses ist sein immer wiederkehrender Verlauf. Zu den indirekten Wertschöpfungseffekten zählen u.a. die Wirtschaftsleistungen der Anlagenbauer, der Dienstleister für den Betrieb der Anlagen, die Wirtschaftsleistungen im Bereich öffentlicher Forschung und Entwicklung bis hin zu den privaten Haushalten, die über den Bezug günstiger Bioenergie wirtschaftliche Vorteile erhalten. Nährstoffproblematik verringern oder lösen Die Minderung der Nährstoffproblematik ist eng verbunden mit den Zielen einer nachhaltigen Regionalentwicklung, die insbesondere auch Boden-, Wasser und Klimaschutzziele umfassen. Die Nährstoffproblematik ist in der Region auch ein begrenzender Faktor für die gesamte Entwicklung des landwirtschaftlichen Veredlungssektors und somit mittelfristig existenziell wichtig für die Zukunftsfähigkeit des Agrar- und Ernährungsgewerbes der Region insgesamt. Akzeptanz für Bioenergieerzeugung und tierische Veredlung verbessern Aufgrund objektiver, vor allem aber subjektiver Wahrnehmungen ist die gesellschaftliche Akzeptanz beider Bereiche innerhalb und auch außerhalb der Region nicht immer gegeben. Die in der letzten Zeit geführte Debatte ist oftmals eher ideologisch als von sachlich begründeten Argumenten geprägt. Ziel der Bemühungen ist deshalb vor allem, die Wahrnehmung auf allen Ebenen der Gesellschaft zu objektivieren. Über konkrete, messbare und nachvollziehbare Erfolge, beispielsweise bei der Lösung der Nährstoff- oder der Emissionsproblematik, soll die Akzeptanz langfristig verbessert werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, Bioenergieerzeugung und Veredlung als Systempartner zu sehen und zu verstehen. In dem Maße, in dem es gelingt, Bioenergie auf den genannten Wegen in der Region zu etablieren, wird auch die Akzeptanz der Veredlung gestärkt werden. Regionale Imagedefizite reduzieren Die Region Südoldenburg hatte in der Vergangenheit sowohl auf regionaler auch auf nationaler Ebene Imagedefizite – nicht zuletzt aufgrund negativer Begleiterscheinungen der intensiven Veredlungswirtschaft. Zweifelsohne hat sich das Image gerade in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. In der öffentliche Wahrnehmung steht die Region nunmehr für wirtschaftliche Erfolge, außergewöhnlich gute demographische Verhältnisse und auch schon für positive touristische Ansätze (Dümmer, Thülsfelder Talsperre, Fahrrad-, Moor- und Wassertourismus etc.). Trotzdem bleibt die Notwendigkeit bestehen, weiter an dieser positiven Entwicklung zu arbeiten, und zwar auf den verschiedensten Ebenen – so auch im Bereich Landwirtschaft-Veredlung-Bioenergie. Beitrag zur Lösung lokal-regionaler Konflikte Die Existenz solcher Konflikte lässt sich jeden Tag in den regionalen Medien verfolgen. Widerstand gegen den Neubau von Stallanlagen oder lokaler Protest von Futterbaubetrieben gegen die Flächenkonkurrenz der Biogasanlagen sind konkrete Begleiterscheinungen der Diskussion über Bioenergie in der Region. Auch hier gilt es, durch konkrete Maßnahmen, durch Aufklärung und durch sichtbare Erfolge - z.B. durch Wärmenutzungskonzepte für die Bevölkerung - das o. g. Ziel zu verwirklichen.
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