Fernwärmenetz Lüschebetrieben durch die
 Seit dem Sommer 2010 betreibt die Lüscher Fernwärme GmbH & Co. KG in Lüsche (Gemeinde Bakum, Landkreis Vechta) ein Wärmenetz mit einem Anschluss von rund 150 Wohnhäusern, mehreren öffentlichen Einrichtungen wie Schule, Kindergarten, Sporthalle sowie mehreren gewerblichen Betrieben und landwirtschaftlichen Betrieben. Dieses wird mit der Wärme von zwei bereits mehrere Jahre bestehenden, landwirtschaftlichen Biogasanlagen gespeist. Lüsche hat damit eines der größten zusammenhängenden Wärmenetze auf der Basis von Bioenergie in Norddeutschland.
Die beiden Anlagen versorgen das Dorf mit etwa sieben Millionen Kilowattstunden (kWh) Wärme. Diese Menge entspricht etwa 650.000 cbm Erdgas oder 650.000 Liter Heizöl und erspart der Atmosphäre jährlich rund 1.600 Tonnen CO2. Dies schafft nicht nur eine Entlastung für die Umwelt, sondern auch eine Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Schonung der Geldbörsen der Dorfbewohner durch eine günstigere Bereitstellung der neuen Bio-Wärme. Der Wärmepreis ist langfristig festgelegt und wesentlich günstiger als die Wärme aus Erdgas oder Heizöl. Dadurch wird Lüsche auch zum Vorzeige-Projekt für eine regionale Versorgung durch erneuerbare Energie.
Das Fernwärmenetz ist ca. zwölf Kilometer lang und durch das gesamte Dorf verlegt. Investiert wurden dafür rund 2,4 Millionen Euro.
 Kunibert Ruhe zeigt Interessierten am Tag der Bioenergie-Region 2010 das Netz der Lüscher Fernwärme auf einer großen Schautafel.
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