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Naturdünger für die Ackerbauregionen

Landvolk aus Braunschweig informierte sich bei der Bioenergie-Region Südoldenburg

Eine Delegation des Landvolks Braunschweiger Land hat die Bioenergie-Region Südoldenburg besucht und sich vor Ort über die Fortschritte des überregionalen Nährstoffaustausches informiert. Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtete über die aktuelle Entwicklung und stellte verschiedene Verfahren zur Verbesserung der Transporteffizienz vor. Hier empfahl er das natürliche Absetzverhalten von Schweinegülle zur Eindickung und zur Steigerung der Nährstoffkonzentration zu nutzen. Ein noch weiter zu entwickelndes Thema sind laut Kowalewsky Instrumente zur direkten Messung und Kontrolle des Phosphat- und Stickstoffgehalts in den Güllekonzentraten. 

Zur überregionalen Nährstoffverteilung gebe es keine Alternative, waren sich die Teilnehmer des Informationsbesuchs einig, darunter Jörn Dwehus (Geschäftsführer des Niedersächsischen Landvolkes), Ulrich Löhr (stellvertretender Vorsitzender Landvolk Braunschweiger Land), Andreas Freytag (Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Rainer Fischer (Agrartechnik Fischer, Damme) sowie als Einladende der Bioenergie-Region Südoldenburg Uwe Bartels und Kathrin Albers.

Die Verteilung von Gülle aus viehdichten Regionen in Ackerbauregionen, wo sie als Wirtschaftsdünger oder Biogassubstrat diene, habe in der Praxis große Fortschritte gemacht, so Dr. Kowalewsky. Das habe auch mit der Weiterentwicklung spezieller Verfahren für die transportfähige Aufbereitung der Gülle sowie der logistischen Möglichkeiten zu tun. Dr. Kowalewsky rechnete vor, dass ein Transport von eingedickter Gülle über längere Strecken nicht zu teuer sei, sondern vor allem dann effektiv sei, wenn es die Möglichkeit eines Kombitransports gebe. Die Lösung wurde bei einem Treffen in Emstek vorgestellt. GS agri aus Schneiderkrug bei Emstek hat seit anderthalb Jahren sogenannte Kombitrailer im Einsatz. Die Auflieger haben getrennte Ladekammern, die eine für Flüssigfracht, die andere für Feststoffe. 

Die Teilnehmer des Besuchsprogramms sahen in den aktuellen Entwicklungen eine gute Perspektive und waren sich sicher, dass sich immer mehr Landwirte am überregionalen Gülleaustausch beteiligen würden. Die Rückmeldungen aus der Ackerbauregion bestärken diese Hoffnung. Der Bedarf sei groß und der natürliche Dünger sei sehr effektiv.

 

2. Projektphase